Trainingsprogramm

Speziell für die Selbstverteidigung gilt allgemein:

Je mehr das Bewußtsein der eigenen Verteidigungsfähigkeit durch regelmäßiges, sinnvolles und korrektes Training ansteigt, desto mehr wird die Angst vor möglichen Angriffen abnehmen. Dies kann aber in keinem Fall in einem Schnellkurs erlernt werden, wie es manche Vereine z.B. in einem zweiwöchigen Selbstverteidigungskurs anbieten, sondern bedarf einer langjährigen Übung und Ausbildung.

Poomsae (Technik)

Stellungen, Handtechniken und Kicks werden zur Koordinierung in festgelegten Formen („Poomsae") zusammengefaßt. Bis zum ersten Dan, erlernt der Schüler acht solcher Formen. Die Poomse stellt aber wesentlich mehr dar, als eine bloße Zusammenfassung von Techniken. Auch Koordination, Beweglichkeit, Atmung, Kondition und Orientierungssinn werden dadurch verbessert. Die Poomse stellt daher eines der wichtigsten Instrumente zur Beherrschung der TKD-Techniken dar.

Freikampf (Wettkampf)

Die bisher beschriebenen Techniken können aber zur Verteidigung nur wirksam eingesetzt werden, wenn man sie auch mit einem Partner einübt. Die fortgeschrittenste Form der Partnerübung stellt der sogenannte Freikampf dar. Hier kommen alle erlernten Techniken ohne Absprache mit dem Partner in beliebiger Reihenfolge und je nach Situation zur Anwendung. Beim Freikampf muß man sich deshalb ständig auf die Aktionen des Partners einstellen und entsprechend reagieren.

Da beim Freikampf Körperkontakt erlaubt ist, trägt man um möglichen Verletzungen vorzubeugen, Schutzwesten, Unterarm- und Schienbeinschoner. Bei Wettkampfveranstaltungen sind zusätzlich Kopfschutz und Unterleibschutz vorgeschrieben. Der Freikampf für Anfänger wird nur mit leichtem Kontakt durchgeführt. Durch diese Schutzmaßnahmen im Training, als auch im Wettkampf, ist das Verletzungsrisiko im TKD sogar geringer als bei anderen Sportarten wie z.B. Fußball oder Handball.